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Tipps und Tricks für...

Inhaltsverzeichnis:

...Bezieher:

    comming soon...

...Bezieher und Einspeiser

    2.1: Monatliche Abrechung vom Energieanbieter

    2.2: Nicht alle Stromzähler in der EEG?

    2.3: Verbrauch optimieren

...Einspeiser

    3.1: Speicher-Ladung optimieren für EEG-Teilnahme

    3.2: mit Speicher in der Nacht ins Netz einspeisen

 

 

2.1 Monatliche Abrechung vom Energieanbieter

bisher war es in der Regel so, dass die Energieversorger (EnergieAG, Verbund, KWG, etc.) eine monatliche und konstant hohe Vorauszahlung vom Konto abbuchten, und es mit der Jahresabrechnung zu einer Nachzahlung oder Gutschrift kam. Durch Eure EEG-Teilnahme ist von einer Gutschrift auszugehen 🙂

 

Es hat mittlerweile jeder Strombezieher ein Recht auf eine monatliche Abrechnung:

https://www.e-control.at/konsumenten/rechnung

 

Vorteile:

  • man behält die Stromkosten im Blick - wurde es mehr oder weniger?
  • man gibt dem Energieversorger keinen "Gratiskredit" durch die Vorauszahlungen
  • keine böse Überraschung mehr durch eine Nachzahlung
  • wenn sich der Strompreis ändert so fällt das spätestens nach 1 Monat auf

 

falls ihr auf monaliche Zahlung umstellen möchtet --> sollte im Kundenportal eures Lieferanten möglich sein, oder diesen direkt kontaktieren

 

PS: auch wenn EEGs nicht verpflichtet sind eine monatliche Rechnung anzubieten, hoffen wir dass die quartalsweise EEG-Abrechnung ist weiterhin okay für Euch ist 😉

 

2.2 Nicht alle Stromzähler in der EEG?

da wir nun schon ein paar mal den Fall hatten, dass übersehen wurde neben dem regulären Zähler auch den Stromzähler für z.b. frühere Nachtspeicherheizung, Wärmepumpe etc. bei der EEG/BEG anzumelden, hier eine Anleitung um festzustellen ob man mehrere Zähler hat: Wieviel Zähler habe ich?

 

Warum ist das wichtig?

jeder Zähler muss separat der EEG hinzugefügt werden, ansonsten profitiert ihr für diesen Teil des Stromverbrauchs nicht von den EEG-Vorteilen.

Manchmal wurde trotz einer eigenen PV-Anlage der 2. Zähler beibehalten. Damit wird Strom bei einem Zähler ins Netz eingespeist, und der Verbrauch am 2. Zähler muss teuer vom Energieanbieter gekauft werde. Hier redzuiert die EEG-Teilnahme beim 2. Zähler als EEG-Bezieher die Kosten. Oder es werden beide Zähler vom Elektriker zusammengelegt.

2.3 Verbrauch optimieren

Unabhängig ob es in einer EEG nur PV-Erzeuger gibt, oder auch mit Wasserkraft:

  • Morgens und Abends ist der Strombedarf höher als es in der EEG Überschuss gibt
  • zu Mittag gibt es bei Sonnenschein mehr EEG-Überschuss als verbraucht werden kann

Daher ist es sinnvoll möglichst viel Verbrauch in die Mittagsstunden zu verlagern, hier einige Beispiele dazu:

  • Warmwasser mit Heizstab oder Wärmepumpe: erst ab 10:00

  • Poolpumpen: Laufzeit vorwiegend auf Mittag legen

  • Geschirrspüler und Geschirrspüler: wenn am Morgen beim Verlassen des Hauses eingeschaltet wird, dann vorprogramieren, damit er erst um 10 Uhr startet (oder auch schon ab 9:00 wenn Mittag fertig sein soll)

  • Wäschetrockner

  • e-Auto laden

  • bei Klimaanlagen in der Zeit 10-16Uhr weiter runter kühlen, und/oder am Morgen bis 10:00 nicht kühlen

  • geringer Effekt, aber es summiert sich dennoch: manche Saugroboter haben die Möglichkeit die Akkuladung z.b. bis 10 Uhr zu sperren

 

Sinngemäß gelten diese Vorschläge genauso für PV-Anlagen-Besitzer: es wird damit der Eigenverbrauch erhöht, bzw. es bleibt mehr Strom Morgens/Abends für die EEG

3.1: Speicher-Ladung optimieren für EEG-Teilnahme

typische Situation: Am Morgen wird mehr Strom benötigt als die PV-Anlagen bereits erzeugen. Umgekehrt gibt es zu Mittag zuviel an Strom:

Problem: die Stromspeicher werden bereits am Morgen geladen, sodass keine Überschuss ins Netz geht, obwohl der Strom in der EEG gut gebraucht werden könnte. Sobald der Speicher voll ist, wird mit hoher Leistung ins Netz eingespeist, obwohl ohnehin ausreichend für die EEG zur Verfügung steht:

Einfachste Lösung: im Wechselrichter von April bis September eine Sperrzeit einstellen, sodass Speicher-Ladung erst um 10:00 startet, und bis am Abend der Speicher zumeist auch voll sein wird.

Effekt: eingespeiste Energie wird bis 10:00 großteils in EEG verbraucht 
Vorteil Einspeiser: höhere Vergütung als wenn über Mittag ein großteil nicht in der EEG verbraucht werden kann

Vorteil Bezieher: Morgens höhere Abdeckung aus der EEG

 

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTM Berlin hat für etliche Hersteller die notwendigen Einstellungen für prognose-basierte Laden über Mittag zusammengefasst: https://solar.htw-berlin.de/prognosebasiert-laden/:

  • E3/DC
  • FENECON
  • KOSTAL
  • RCT Power
  • SMA
  • sonnen
  • TESVOLT

 

 

komplexere Lösung: Steuerung der Sperrzeit in Abhängigkeit von Verbrauchs- und Erzeugungs-Prognose.

Bei Interesse und zum Austausch für Victron Multiplus-Wechselrichter bitte georg@wintersberg.at kontaktieren

3.2: mit Speicher in der Nacht ins Netz einspeisen

typische Situation: der Speicher ist am Abend zu 100% voll und wird über Nacht nur zum Teil für den Eigenverbrauch genutzt. Am Morgen ist der Speicher noch immer mit 40% oder gar 70% voll - Energie die nicht genutzt wurde.

In der Nacht einspeisen - Warum?

Vorteile Einspeiser:

  • tagsüber kann nur ein Teil der eingespeisten Energie in der EEG verbraucht werden, der Rest wird vom regulären Abnehmer geringer als in der EEG vergütet.
  • Bei Absprache der Nacht-Einspeiser kann die ganze Grundlast der EEG-Bezieher bedient werden, und 100% der Energie wird mit dem höheren Tarif der EEG vergütet
  • Darüber hinaus, wird für Einspeisung im Zeitfenster 20:00-7:00 und Verbrauch in der EEG  zustäztlich 1 c/kWh vergütet

Vorteile Bezieher: auch in der Nacht wird Strom aus der EEG mit all den EEG-Vorteilen bezogen.

 

Hier als Beispiel für einen Victron-System mit 33kWh Akku die automatisierte Nachteinspeisung, sodass am Morgen noch 5% SOC verbleiben:

 

Bei Interesse und zum Austausch bitte georg@wintersberg.at kontaktieren